Oerlikon Barmag - der Schrittmacher der maschinenbaulichen Entwicklung
Oerlikon Barmag - seit Anbeginn Schrittmacher der maschinenbaulichen Entwicklung für das Spinnen synthetischer Endlosfäden (Filamente) - bietet heute jedem Chemiefaserhersteller sein spezielles, kundenorientiertes Maschinenkonzept, maßgeschneidert aus einem flexiblen, weitgehend modularisierten Programm. Der hohe Konstruktionsaufwand für Einzelprojekte wurde reduziert. Alle Komponenten, die die Qualität beeinflussen, wurden optimiert.
Die neue Gestaltungsvielfalt und die Bandbreite der Möglichkeiten, die wir unseren Kunden anbieten, läßt sich am Beispiel einer Spinnmaschine darstellen, die textile Garne aus Polyester oder Polyamid (Nylon) erzeugt. Die wichtigsten Parameter für die Auslegung sind erstens die Stärke des zu erzeugenden Garns, der sogenannte Titerbereich und zweitens die Mengenleistung pro Jahr. Daraus resultieren Anzahl und Leistungsfähigkeit der eingesetzten Module.
Schmelzeaufbereitung und -verteilung
Spinnextruder von Oerlikon Barmag haben einen Stundendurchsatz von 120 bis 820 kg Schmelze. Alle im Spinnprozeß folgenden Module haben einen entsprechenden Durchsatz, etwa der sich anschließende Meßkopf und der Schmelzefilter.
Die Schmelzeleitungen, in denen das flüssige Polymer unter hohem Druck zum Spinnkopf geleitet wird, werden nach den baulichen Gegebenheiten beim Kunden ausgelegt.
Erspinnen des Fadens
Im Spinnkopf werden - je nach Durchmesser der Spinndüsen - 4x6, 6x6, 8x6, 6x8, 8x8 oder 2x10 Fäden gleichzeitig erzeugt. Spinnpumpen, die die Schmelze durch die Düsen pressen, stehen dementsprechend zur Verfügung.
Abkühlen und Verstrecken der Fäden
Die anschließende Anblasung, in der die Fäden abgekühlt werden, und die Module auf der Spulmaschine - Präparation, Fadenschneider, Absaugung sowie die Galetten zur Verstreckung der Fäden - entsprechen der vom Spinnkasten vorgegebenen Fadenzahl.
Vollautomatisches Aufwickeln der Fäden
Auf den Spulköpfen können zwischen 2 und 24 fertige Fäden gleichzeitig zu Spulen aufgewickelt werden. Die Auslegung der Spulengröße wird der Fadenstärke angepaßt. Die Wickelgeschwindigkeit reicht von 2.500 bis 8.000 m/min. Der Wechsel von den vollen Spulen auf Leerhülsen erfolgt immer bei voller Wickelgeschwindigkeit: verlustfrei und vollautomatisch. |